Gestiegene Baukosten, Lieferverzögerungen und Fachkräftemangel – die Turbulenzen in der Baubranche lassen aktuell wohl kein Unternehmen kalt. Auch nicht uns bei overtec. Doch was tun in Zeiten anhaltender Unsicherheit? Um ein sicheres Preisgerüst zu bilden, braucht es momentan viel Feingefühl, soviel sei verraten. Damit dieses Gerüst auch bestehen kann, sind Unternehmen zum vermehrten Umdenken sowie Anpassung von Preiskalkulationen herausgefordert. Das dem nicht so einfach ist, zeigt ein Blick auf den Markt.  

 

Es herrscht große Unsicherheit am Markt – dazu gibt es keine zwei Meinungen. Hinzu gesellt sich die Situation am Arbeitsmarkt: Ausgebildetes Fachpersonal wird zum gesuchten Einzelfall, Dienstleistungsqualitäten immer geringer. Viele Bauprojekte haben ein Stopp-Schild vor die Nase gesetzt bekommen. Trotz der spürbaren Auswirkungen erhöhter Baukosten kann aus meiner Sicht im selben Atemzug der überhitzte Markt genannt werden. Dieses Jahr wurden in Österreich überdurchschnittlich viele Wohnungen fertiggestellt (51.000) – 18,1% mehr als noch 2020 und 2021. Selbst wenn der Markt nun um 20-30% „einbricht“ bedeutet das, dass der Wohnbau auf ein „gewohntes“ Niveau zurückgeht.

 

Als momentan besonders spannend gestaltet sich die Kalkulation von Baukosten. Kein Wunder, denn: Täglich schwankende Preise, vor allem bei Metallen und Dämmstoffen, schlagen sich direkt im Kalkulationsprozess nieder. Wer heute mit Baukosten kalkuliert, geht de facto eine Wette ein. Bei zu hohen Materialkosten könnte die Konkurrenz die Ausschreibung gewinnen, zu niedrige Materialkosten könnten aus dem Projekt ein Minusgeschäft machen. Kurz und bündig: Korrekte Kalkulationen sind praktisch unmöglich geworden.  

 

Was braucht es aktuell, um gestiegenen Baukosten und Unsicherheit effizient entgegenzuwirken? Ich habe mit der Branche gesprochen. Variable Preisanpassungen bei künftigen Bauprojekten, nach dem Baupreisindex, nehmen an dieser Stelle eine wichtige Rolle für mehr Preissicherheit ein. Wie die Reaktion darauf zeigt: In Oberösterreich haben beispielsweise gemeinnützige Genossenschaften die Preisdeckelung eines gebauten m2 Wohnfläche befristet erhöht. Bei aktuellen Projekten mit Fixpreisen empfiehlt sich zudem ein vertragliches Entgegenkommen – die Lage sehe ich kritisch, denn: Bei durschnittlichen Gewinnspannen in der Branche von 1-3 % wird ohnehin sehr knapp kalkuliert. Und aus einer insolventen Baufirma samt halbfertigem Gebäude zieht keine Partei einen Nutzen.  

 

Wir bei Overtec sehen uns als Teil der Lösung. Als Familienunternehmen punkten wir momentan mit unseren eigenen Produkten. Kurz und bündig erklärt sind unsere Produkte im Durchschnitt um 14 % gestiegen im Jahr 2022. Mit anderen Baustoffen verglichen, ist das eher gering. Gut ausgebildete Fachkräfte und langjährige Beziehungen in der Baubranche machen sich nun ebenso bewährt. Man könnte auch vom aktuellen USP sprechen. Somit schaffen wir es, Preissteigerungen gut wegzustecken und eine Lieferterminsicherheit zu gewährleisten. Für die aufmerksamen Leser:innen: dies sei in großen Lettern unserer Homepage zu entnehmen.