Nachhaltigkeit in der Baubranche und was overtec dazu beiträgt

Die Baubranche spielt eine entscheidende Rolle beim Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ist für fast 40% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und verbraucht rund ein Drittel der globalen Ressourcen. Daher besteht ein dringender Bedarf an nachhaltigen Praktiken in diesem Sektor.

Eine nachhaltige Baupraxis kann die Umwelt erheblich entlasten, indem sie den Ressourcenverbrauch und die Abfallproduktion minimiert, die Energieeffizienz maximiert und gesündere, umweltfreundlichere Gebäude schafft. Sie umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, von der Planung und dem Entwurf über den Bau und Betrieb bis hin zur Renovierung oder zum Abriss. Eine enstrpechende Lebenszyklusanalyse hat overtec erstellt, mit spannendem Ergebnis: die Attika und Brüstungselemente sparen bis zu 63% CO2, alleine auf Basis der Materialien. Nachdem overtec eine maßgebende Gewichtreduktion darstellt, können zusätzlich sogar andere Bauteile schwächer dimensioniert werden und ebenso Emissionen einsparen.

Nachhaltiges Bauen berücksichtigt eine Reihe von Faktoren, darunter Energieeffizienz, Wassermanagement, Materialauswahl, Abfallmanagement und Indoor-Umweltqualität. Energieeffiziente Gebäude reduzieren den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen, während ein effizientes Wassermanagement den Wasserverbrauch und die Abwassererzeugung minimiert.

Die Verwendung umweltfreundlicher Materialien kann dazu beitragen, die Umweltbelastung durch den Bau zu verringern. Dies kann die Verwendung von recycelten oder nachwachsenden Materialien, die Verringerung von Bauabfällen und die Auswahl von Materialien mit geringem Energieverbrauch bei der Herstellung und dem Transport beinhalten.

Insgesamt trägt die Nachhaltigkeit in der Baubranche erheblich zu den globalen Bemühungen um den Klimawandel bei und schafft gesündere, angenehmere Räume zum Leben und Arbeiten.

Diese Strategien helfen der Baubranche um CO2 zu reduzieren:

Die Bauindustrie unternimmt verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Eine solche Maßnahme ist die Einführung von Energieeffizienzstandards. Diese Standards können dazu beitragen, den Energieverbrauch während des Baus und des Betriebs von Gebäuden zu verringern. Darüber hinaus sind die Verwendung nachhaltiger Baustoffe und die Förderung des Recyclings weitere Ansätze zur CO2-Reduzierung. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie, Windenergie und Geothermie. Schließlich spielt die Implementierung moderner Technologien, wie beispielsweise des Building Information Modeling (BIM), eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von CO2-Emissionen, indem sie eine effizientere Planung, Konstruktion und Wartung von Gebäuden ermöglicht.

Energieeffizienz am Bau:

Energieeffizienzstandards spielen eine entscheidende Rolle in der Baubranche, um den CO2-Ausstoß zu mindern und den Energieverbrauch zu reduzieren. Durch diese Standards werden Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden festgelegt, die in allen Phasen des Baus und Betriebs einzuhalten sind. Sie umfassen Aspekte wie Wärmedämmung, Luftdichtheit und die Effizienz von Heiz- und Kühlsystemen. Durch die Einhaltung dieser Standards können Bauunternehmen nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern, sondern auch die langfristigen Betriebskosten von Gebäuden reduzieren. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass diese Standards weiterhin entwickelt und durchgesetzt werden, um den Übergang zu nachhaltigeren Baupraktiken zu fördern.

 

Standards für CO2-reduzierte Bauteile am Bau:

Die Einführung von Standards für CO2-reduzierte Bauteile bildet einen weiteren Schritt zur Senkung der CO2-Emissionen in der Baubranche. Diese Standards legen fest, wie Bauteile konzipiert und hergestellt werden müssen, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Sie betreffen verschiedene Aspekte der Bauteilproduktion und -anwendung, einschließlich des Einsatzes von CO2-armer Technologie in der Herstellungsphase, der Nutzung von Materialien mit geringem Kohlenstoffgehalt, und der Förderung von Recycling und Wiederverwendung. Durch die Einhaltung und Durchsetzung dieser Standards kann die Baubranche erheblich zur globalen CO2-Reduzierung beitragen und gleichzeitig eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Bauweise fördern.

EPD Zertifizierung

Die Umwelt-Produktdeklaration (EPD) ist eine Zertifizierung, die auf internationalen Standards basiert und eine umfassende, objektive Bewertung der Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus bietet. Sie umfasst Bewertungen in verschiedenen Kategorien, darunter Rohstoffgewinnung, Produktion, Verwendung und Entsorgung, und bietet Transparenz in Bezug auf den ökologischen Fußabdruck eines Produkts. Bauunternehmen können eine EPD-Zertifizierung nutzen, um die Umweltverträglichkeit ihrer Bauteile nachzuweisen und um sicherzustellen, dass sie den Standards für CO2-reduzierte Bauteile entsprechen. Diese Zertifizierung kann auch dazu beitragen, das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken in der Branche zu erhöhen und den Übergang zu umweltfreundlicheren Baupraktiken zu fördern.

DGNB Zertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Zertifizierung ist ein angesehenes und weit verbreitetes System zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und städtischen Quartieren. Sie berücksichtigt eine breite Palette von Kriterien, darunter ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Aspekte sowie Technologie, Prozesse und Standort. Die DGNB-Zertifizierung beinhaltet eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, einschließlich Planung, Bau, Betrieb und Rückbau. Das Ziel der DGNB-Zertifizierung ist es, die Entwicklung von Gebäuden und städtischen Vierteln zu fördern, die in höchstem Maße nachhaltig und umweltfreundlich sind.

Der Blaue Engel

Der Blaue Engel ist eine weitere bedeutende Zertifizierung in Deutschland, die sich auf die Umweltverträglichkeit von Produkten und Dienstleistungen konzentriert. Seit seiner Einführung im Jahr 1978 ist er zu einem der vertrauenswürdigsten und anerkanntesten Umweltsiegel weltweit geworden. Der Blaue Engel vergibt seine Zertifizierung nur an Produkte und Dienstleistungen, die besonders umweltschonend sind und strenge Kriterien in Bezug auf Umweltschutz, Gesundheit und Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Sie bietet somit eine wertvolle Orientierung für Verbraucher, die bei ihren Kaufentscheidungen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Vorbilder für Nachhaltigkeit am Bau

Es gibt zahlreiche beeindruckende Beispiele für nachhaltiges Bauen auf der ganzen Welt. Ein solches Beispiel ist das Bullitt Center in Seattle, USA, das oft als das „grünste“ kommerzielle Gebäude der Welt bezeichnet wird. Es wurde entwickelt, um innerhalb von 250 Jahren netto null Energie zu verbrauchen und nutzt eine Vielzahl von Technologien, um dieses Ziel zu erreichen, darunter ein 244 kW-Solardach, ein Regenwasser-zu-Trinkwasser-System und Komposttoiletten.

Ein weiteres Beispiel ist das Edge in Amsterdam, Niederlande, bekannt als das „intelligenteste“ Gebäude der Welt. Es hat eine BREEAM-Bewertung von 98,36 %, die höchste jemals erreichte. Das Gebäude nutzt IoT-Sensoren, um seine Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und eine außergewöhnliche Arbeitsumgebung zu schaffen.

In Deutschland hebt sich das Umweltbundesamt in Dessau als Beispiel für nachhaltiges Bauen hervor. Dieses Gebäude beeindruckt durch seine umweltfreundlichen Merkmale wie photovoltaische Panels, Geothermie und natürliche Belüftungssysteme.

Diese Beispiele zeigen, wie fortschrittliche Technologien und innovatives Design dazu beitragen können, Gebäude nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Sie dienen als Inspiration und Benchmark für zukünftige nachhaltige Bauprojekte.

Das Bauprojekt Timber Pioneer in Frankfurt stellt einen weiteren Meilenstein im nachhaltigen Bauen dar. Es handelt sich dabei um das erste Hochhaus in Deutschland, das hauptsächlich aus Holz gebaut ist. Das Gebäude, welches eine Höhe von 180 Metern erreicht, ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie innovative Materialien und Technologien eingesetzt werden können, um nachhaltige und ökologisch verantwortungsvolle Bauweisen zu fördern. Auch overtec hat zu dem Erfolg von Timber Pioneer von UBM beigetragen. Mit der EPD Zertifizierung kam die overtec Attika zum Einsatz und durfte bei dem Vorzeigeprojekt mitwirken. Darüber hinaus zeichnet sich das Timber Pioneer durch energieeffiziente Merkmale wie Solarpaneele und Wärmedämmung aus, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Dieses Projekt zeigt das enorme Potenzial von Holz als nachhaltiges Baumaterial und weist den Weg für zukünftige Bauprojekte in Deutschland und weltweit.